Berliner Zeitung vom 18.06.2018. Text: Michael Brendler

Verstopfte Arterien Das Blut sucht sich selbst neue Wege

Eine Therapie, die vor etwa 60 Jahren nicht weiter verfolgt wurde, steht womöglich kurz vor ihrem Comeback: das Abschnüren einer Arterie im Brustkorb, auch Ligatur der Mammaria interna genannt. Ende der 50er-Jahre galt das Verfahren als das neue Wundermittel bei verkalkten Herzgefäßenen und drohendem Infarkt. Man hatte Kurzschlüsse entdeckt, die von dieser Brustader zu den verstopften Koronararterien zogen. Durch das Erzeugen eines Staus in der Mammaria interna wollten die Chirurgen frisches Blut in die Herzkranzgefäße umleiten und die Engstellen überbrücken.

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